30 Jahre im Ehrenamt Bernd Metzger

Bernd Metzger – ein Urgestein der Freien Turnerschaft ( FT ) geht in den Ehrenamtsruhestand!

2013 DFB Ehrenamtspreis

Metzger nahm am 25.02.2022 die Abteilungsversammlung der Fußballer mit Neuwahlen der Abteilungsleitung und Neubesetzung mehrerer wichtiger Funktionen zum Anlass, auf sein langjähriges Wirken zurückzublicken.


Dabei kam er auch auf das Phänomen zu sprechen, dass der Ehrenamtliche häufig selbst für seine Belobigung zuständig ist.

In seiner langen Karriere bei der FT hatte er nach seiner aktiven Zeit als Fußballer nach und nach viele Funktionen inne. U.a. Schriftführer im Hauptverein und dann lange Jahre bis zuletzt Abteilungsleiter Fußball. Seine Rede würzte er mit so manchen Anekdoten.


Da war die komplizierte Zusammenarbeit mit dem damaligen „Vereinskönig“ Franz Scholz, die Einführung des Ablösesystems, der Neuaufbau der Abteilung bis hin zum „Erbetteln“ des ersten Spielballs beim Sportgeschäft Aschauer.


Zehn verschiedene Trainer haben ihn in dieser Zeit begleitet, mit denen er – jeder auf seine Weise- den Verein vorangebracht hat. Mit Stolz und Wehmut ließ er nochmal viele Namen dieser Zeit Revue passieren, die seine Wegbegleiter waren, und denen er dafür dankte.

Mit dem einen oder anderen hatte er auch seine „Kämpfe“ zu führen, aber immer im Sinne „zum Wohle des Vereins“. Bei diesen Rückblicken sah man Metzger an, mit wie viel Herzblut er tätig war, und seine Rührung wurde spürbar.


Insbesondere für die jungen Mitglieder war es sehr informativ, was sich in seiner Amtszeit so alles getan hat. Er erinnerte an das alte Gebäude mit den sehr einfachen Kabinen und Duschen, an die Trainings in der Kastenau, auf der „Strahwiesn“ in der Aisingerwies oder an der Marienberger Straße beim Gabor.


Ein anderes Vereinsurviech, der Denk Gustl, hat dann mit der Installation eines ersten „Flutlichts“ den Startschuss zur Gründung der Jugendabteilung gegeben. Dank Metzgers Einsatz und Kontakte konnte verhindert werden, dass, wenn schon mit dem Gebäude im Flutbecken der Mangfall angesiedelt, so nicht noch der Trainingsplatz oberhalb des Hauptplatzes verloren geht. Die Pläne des Wasserwirtschaftsamtes hätten das Trainieren dort zunichte gemacht.

Der Stadt sei Dank, dass sie beträchtliche Mittel in die Hand genommen hat, um mit der dann gebauten Staumauer den Platz zu erhalten. 2010 machte die FT mit der Fußballabteilung aus der dortigen Wiesen ganz ohne städtische Zuschüsse einen Trainingsplatz mit Beregnungsanlage und Flutlicht.


Dann das Hochwasser von 2013 – Fluch und Segen zugleich. Fluch, weil damit die „alte Fritsche“ endgültig passée war, und Segen, weil ein Neuanfang möglich wurde. Metzger holte seinerzeit seinen Bruder Martin ins Boot und initiierte mit der Stadtverwaltung und der OB Bauer die Idee eines kompletten Neubaus. Wie es beim Bauen „in den besten Familien“ vorkommt, kam es in der Zeit auch zu einigen Missverständnissen und Zerwürfnissen, wobei alle immer nur das Beste für den Verein wollten. Aber ehrenamtliche Bauherren sind halt manchmal ob der Aufgabenfülle und Dimensionen überfordert.

Zum Abschluss wünschte er seinen Nachfolgenden alles Gute und bot an, weiter mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen. Am Ende seiner sehr emotionalen Rede nahm er nicht nur den Danke der Vorstände an, sondern auch den langandauernden stehenden Applaus der Versammlung.

Danke Bernd für 30 Jahre