Im Tischtennis-Pokal dauerte die Fahrt länger als das Spiel

Im Tischtennis-Pokal dauerte die Fahrt länger als das Spiel

Neben den nicht ganz so erfolgreichen Meldungen, die die Tischtennisakteure der FT Rosenheim in der derzeitigen Saisonphase unter anderem erleben müssen, gibt es aber auch diejenigen Meldungen, die sehr erfreulich sind. Das beste Beispiel lieferte dabei die erste Herrenmannschaft ab, die im Pokal die dritte Runde im Schnelldurchgang erreicht hat.

Mit dem Los SV Bruckmühl II hatte die erste Herrenmannschaft ein durchaus lösbares Los in der zweiten Runde des Tischtennis-Bezirkspokals auf Bezirksklassenebene gezogen. Und was sie daraus gemacht hat, klingt fast rekordverdächtig. In genau 32 Minuten hat man den Gastgeber in dessen eigener Halle mit 4:0 von der Platte gefegt. Wenn man bedenkt, dass die Fahrt von Rosenheim nach Bruckmühl und wieder zurück etwa 60 Minuten beträgt, dann ist das schon beachtlich. Der Schnelldurchlauf hat dabei mit einem klaren Dreisatzerfolg von Alexander Kubiak gegen Bernd Obermann begonnen. Diesem Punkt „hängte“ man zwei weitere Einzelerfolge an und dominierte dann auch noch im Doppel. Dabei hatten Bernd Meyer und Alexander Kubiak beim Dreisatzerfolg gegen Gert Greiner und Bernd Obermann nur in Durchgang Nummer zwei Schwierigkeiten, der nur mit einem 13:11 Sieg in der Verlängerung eingefahren wurde. Dies war gleichzeitig der Schlusspunkt und gleichzeitig die Revanche dafür, dass die Bruckmühler in der ersten Runde die vierte Mannschaft der FTR mit 4:0 bezwungen haben.

Für die FTR punkteten: Doppel: Meyer/Kubiak Alexander (1); Einzel: Kubiak Alexander, Kubiak Matthias, Meyer (je 1).

Bernd Meyer steuerte jeweils einen Zähler im Doppel wie später auch im Einzel zum klaren Sieg bei.


Während die zweite Mannschaft der FTR spielfrei war, musste die dritte Mannschaft beim WSV Oberaudorf II antreten. Sehr beachtlich dabei war aber die Tatsache, dass sie trotz des Fehlens von drei Stammspielern (W. Späth noch im Urlaub, R. Kroll beruflich verhindert, W. Zeiler noch im Krankenstand) ein 5:5 Unentschieden erreicht haben. Ganz stark dabei, die beiden „Aushilfskräfte“ Gerhard Erlich und Bernd Ober. Nach den Eingangsdoppeln stand es dabei noch 1:1 Unentschieden, wobei das Duo Lischewski/Erlich gegen die Oberaudorfer Paarung Didusch/Lenhart in vier Sätzen – den ersten Durchgang gewann man sogar mit 11:1 – erfolgreich blieb und eine 1:0 Führung für die FTR erspielte. Im vorderen Paarkreuz des ersten Einzeldurchgangs trennte man sich erneut unentschieden, wobei Martin Lischewski durch den Fünfsatzsieg gegen Christian Mayer die unglückliche Fünfsatzniederlage von Alexander Schwez ausbügeln konnte. Das gleiche Szenario ereignete sich im hinteren Paarkreuz, in dem zwar Bernd Ober seinem Kontrahenten Marten Lenhardt nach vier Sätzen zum Sieg gratulieren musste, aber Gerhard Erlich durch den Dreisatzerfolg gegen Ludwig Staber erneut den Ausgleich schaffte. Als man dann die Inntaler durch zwei Niederlagen im vorderen Paarkreuz des zweiten Einzeldurchgangs auf 5:3 davonziehen lassen musste, stand man doch ein wenig unter Druck. Gerhard Erlich gelang durch einen Fünfsatzerfolg gegen Marten Lenhardt der Anschluss zum 4:5, doch bei Bernd Meyer sah es zwei Sätze so aus, als würde er den Punkt den Gastgebern überlassen müssen. Allerdings stellte er in Durchgang Nummer drei seine Spielweise gegen Ludwig Staber um und drehte das Spiel erfolgreich. Im Entscheidungssatz setzte er sich knapp aber verdient mit 11:9 durch und rettete der FTR einen Punkt.

Für die FTR punkteten: Doppel: Lischewski/Erlich (1); Einzel: Erlich (2), Lischewski, Ober (je 1).

Martin Lischewski gelang neben einem Erfolg im Doppel auch ein Sieg im Einzel.


Die vierte Herrenmannschaft bestritt das Derby beim TTV Rosenheim III und durfte zwei Erfolgserlebnisse feiern. Einerseits gewann man mit 7:3 und andererseits brachte man dem derzeitigen Tabellenführer die erste Saisonniederlage bei. Nach den Eingangsdoppeln stand es noch 1:1, wobei das Duo Erlich/Eckl ein wenig Pech hatte. Nachdem man gegen die TTV-Paarung noch zum 2:2 Satzausgleich kam, ging im Entscheidungssatz nicht mehr viel zusammen. Fast optimal verlief dann aber der erste Einzeldurchgang. Karl-Heinz Eckl verteilte mit der Viersatzniederlage gegen Robert Leissner zwar noch eines der wenigen Gastgeschenke, doch Gerhard Erlich besserte diesen Unglücksball an der anderen Platte gegen Leon Schmidtke umgehend aus. Noch besser lief es im hinteren Paarkreuz, in dem man beide Punkte auf dem Habenkonto verbuchen konnte. Alexander Saffran demonstrierte mit dem Dreisatzerfolg gegen Michael Vogt seine derzeitige hervorragende Leistung. Nach der 4:2 Führung wurde es kurzzeitig spannend, verlor doch Gerhard Erlich das Duell gegen Robert Leissner mit 0:3. Doch hier sprang dann Karl-Heinz Eckl ein, der Leon Schmidtke bezwang. Zumindest einen Punkt hatte das FTR-Quartett nach dem Punkt zur 5:3 Führung sicher. Es sollte aber noch ein wenig mehr werden – und es wurden ein wenig mehr. Alexander Saffran schlug nämlich Karen Agarsarjan und brachte den Sieg unter Dach und Fach. Da es im Duell zwischen Bernd Ober und Michael Vogt in den Entscheidungssatz ging, musste man warten. Bernd Ober brachte sein Spiel dann aber doch noch rüber und gewann in Durchgang Nummer fünf mit 11:9 zum 7:3 Sieg.

Für die FTR punkteten: Doppel: Ober/Saffran (1); Einzel: Saffran, Ober (je 2), Erlich, Eckl (je 1).

Bernd Ober sorgte mit dem Fünfsatzerfolg – bereits das erste Einzel hatte er ebenfalls gewonnen – für den Schlusspunkt.


Fast hätte es für die fünfte Mannschaft zum ersten Punkt beim ASV Au gereicht. Am Ende stand man trotz einer couragierten Leistung mit leeren Händen da, verlor man doch mit 4:6. Dass zumindest ein Punkt im Bereich des Möglichen war, zeigte schon die Tatsache, dass man beide Eingangsdoppel unglücklich im fünften Satz verlor. Besonders schmerzvoll dabei, dass das Duo Schwez/Ober eine 2:0 Satzführung noch aus der Hand geben mussten und auch das Duo Bader/Knott für ihre Bemühungen, einen 0:2 Satzrückstand aufgeholt zu haben, nicht belohnt wurde. Aus dem ersten Einzeldurchgang sprang auch nur ein Punkt heraus, wobei Peter Schwez in drei Sätzen gegen Klaus Schuster erfolgreich blieb und zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzen konnte. Er war es auch, der die FTR anfangs des zweiten Einzeldurchgangs mit dem Viersatzerfolg gegen Michaela Scherer, welcher den Anschluss zum 2:5 bedeutete, „im Spiel“ hielt. Als dann Laura Bader auch noch erfolgreich blieb, durfte man schon noch von einem Punkt träumen. Leider platzten diese Hoffnungen mit der knappen Viersatzniederlage von Lisa-Marie Knott gegen Heinrich Kaczmarczyk. Trotzdem sprach es für die Moral der Truppe, dass sie sich nicht aufgab und der Fünfsatzerfolg von Lukas Ober gegen Hartmuth Gagesch bestätigte dies auch.

Für die FTR punkteten: Doppel: Fehlanzeige; Einzel: Schwez (2), Bader, Ober (je 1).

Peter Schwez gelangen zwei Siege im Einzel.